Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden errechnet zhat, bleiben mehr Junge Männer zu Hause wohnen als Frauen. 26% der Männer waren mit einem Alter zwischen 18-26 jahren noch zu Hause wohnhaft, Frauen dagegen ledeglich 47%.

Die Arbeitsbedingungen für Journalisten werden zunehmend härter. Insbesondere junge Berufseinsteiger haben es mittlerweile sehr schwer und müssen sich häufig über lange Zeit hinweg mit unbezahlten Praktika abspeisen lassen. Das zeigt nun auch ein aktueller britischer Regierungsbericht zum Thema Berufseinstieg. Anwärter auf den Journalistenberuf müssten heute aus gutem Hause kommen, um sich in ihrer Anfangszeit finanziell über Wasser halten zu können. Hinzu kämen außerdem oft hohe Ausbildungskosten an diversen Hochschulen sowie die wachsenden Zahl an Bewerbern, die den Konkurrenzdruck, eine Stelle zu bekommen, deutlich steigert.
“Es drängen weit mehr Interessenten in die Medienbranche als es Arbeitsplätze gibt. Das heißt aber nicht, dass man deswegen den Kopf in den Sand stecken sollte”, meint auch Eva Werner, stellvertretende Pressesprecherin beim Deutschen Journalistenverband (DJV). Wer sich um eine gute Ausbildung kümmere und Durchhaltevermögen habe, der hätte auch durchaus Chancen. “Wichtig ist, sich zunächst um die Ausbildung zu kümmern. Studium und Volontariat bzw. eine Journalistenschule sind eine gute Grundvoraussetzung dafür, langfristig in der Branche Fuß fassen zu können”, so Werner weiter. Danach sollten Berufseinsteiger genau prüfen, welche Jobs sie annehmen.
Um dem Problem beizukommen, sei es notwendig, dass “Praktika offen beworben werden, einen klaren, transparenten und objektiven Rekrutierungsprozess durchlaufen und qualitativ hochwertige, fokussierte Entwicklungsmöglichkeiten für den Berufsneuling bieten”, heißt es in dem britischen Bericht. Die Realität sehe jedoch so aus, dass mit einzelnen Ausnahmen sehr viele Medienunternehmen in puncto “guter Ausbildung” schlichtweg durchfallen würden.
Allerdings ist eine gute Ausbildung häufig auch eine Kostenfrage. In dem britischen Bericht fordern die Experten daher, dass es Menschen aus sozial schlechter gestellten Schichten einfach gemacht werden müsse, Darlehen bzw. finanzielle Unterstützung zu erhalten. Ein größeres Problem ist es aber offenbar, dass der Beruf nicht nur sozial Schwachen, sondern tatsächlich auch einer breiten Mittelschicht nicht mehr allzu leicht zugänglich ist. Es sei hier nicht eine Minderheit, sondern eine Mehrheit an Personen betroffen.
Bauarbeiter, die in den 40er Jahren geboren wurden und dann mindestens zehn Jahre während ihrer Arbeit mit Staublunge in Kontakt gekommen sind, sind besonders gefährdet, in einem Alter von etwa 70 Jahren, an einem Mesotheliom zu erkranken. Darauf machen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aufmerksam unter Berufung auf die Ergebnisse einer Untersuchung in England (siehe British Journal of Cancer (2009), Band 100, Seite 1175–1183 ), an der über 600 Mesotheliom-Patienten und 1400 Gesunde teilgenommen haben. „Ein Mesotheliom ist eine Form von Lungenkrebs, die das die Lungen umgebende Brustfell befällt und in den meisten Fällen durch das Einatmen von Asbeststaub oder von Glasfasern und durch Auswirkungen des Rauchens hervorgerufen wird“, erläutert Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP und Leiter der Lungenfachklinik Kloster Grafschaft im sauerländischen Schmallenberg. „.Heutzutage stellt Asbest längst keine aktuelle Bedrohung mehr da, weil wir jetzt über die Gesundheitsrisiken, die von eingeatmeten Asbestfasern ausgehen, Bescheid wissen, und zum Beispiel bei Renovierungsarbeiten arbeitssichere Vorkehrungen treffen. Diese Studie in England zeigt aber unter anderem auf, welche Berufe aufgrund der während der 60er und 70er Jahre weit verbreiteten Asbestarbeiten mit einem besonders hohen Risiko für die Erkrankung an einem Mesotheliom verbunden sind.“
Besonders gefährdete Berufsgruppen
Wie die britische Studie ergeben hat, haben insbesondere Zimmermänner der 40er Jahrgänge ein stark erhöhtes Risiko, während ihrer Lebenszeit an einem Mesotheliom zu erkranken, gefolgt von Berufsgruppen wie Klempner, Elektriker und Maler. „Wenn die Betroffenen noch bevor sie 30 Jahre alt wurden, dem Asbeststaub ausgesetzt waren, ist das Risiko besonders hoch“, berichtet Köhler. „Das ist darauf zurückzuführen, dass die ersten Asbestschutzmaßnahmen erst im Laufe der 70er Jahren entwickelt wurden, so dass die größte Exposition in den 60er und 70er Jahren stattgefunden haben dürfte. Damals wurden die sehr populären Asbest-Dämmstoffe zu Renovierungszwecken vor allem von Zimmermännern aufgeschnitten oder aufgerissen. Da sich die anderen, genannten Berufsgruppen oft gleichzeitig auf der Baustelle befanden, waren auch diese oft dem Asbeststaub ausgesetzt und sind daher ebenfalls betroffen. Theoretisch möglich ist auch, dass die Arbeiter die Stäube in ihrer Arbeitskleidung mit nach Hause transportiert. Das würde dann bedeuten, dass ihre damaligen Mitbewohner ein zweifach erhöhtes Mesotheliomrisiko haben. Zumindest wurde dies in der Studie so ermittelt.“
Vorsichtshalber den Lungenarzt auf mögliche Exposition hinweisen
Für Menschen, die davon ausgehen müssen, dass sie in den 60er und 70er Jahren Asbeststaub ausgesetzt waren, ist es ratsam, einen Lungenfacharzt auf diesen Verdacht hinzuweisen und ihn zu befragen, ob wirklich ein erhöhtes Risiko besteht. „Tatsächlich geht nur von eingeatmeten Asbestfasern ein Risiko aus, das allerdings auch von der jeweiligen, gesamten Expositionsdauer und Asbestmenge über die Jahre abhängt“, erklärt Köhler. „Meist setzen sich Asbestpartikel je nach Raumgröße nach etwa 5-10 Minuten aus der Luft auf den Boden ab, von wo aus sie nicht mehr eingeatmet werden – es sei denn, sie werden wieder aufgewirbelt, wie zum Beispiel durch Sägen oder Schleifen. Insofern hängt das Risiko immer auch von den jeweils getätigten Bauarbeiten ab. Der britischen Untersuchung zufolge haben zum Beispiel Anwohner von Asbest belasteten Baustellen oder Asbestfabriken kein erhöhtes Krebsrisiko. Trotzdem ist es wichtig, einen bestehenden Verdacht auf eine Asbestexposition beim Arztbesuch anzusprechen, und wenn tatsächlich ein erhöhtes Risiko bestehen sollte, sich dann auch lungenfachärztlich untersuchen zu lassen. Denn je früher ein Mesotheliom diagnostiziert und therapiert wird, umso besser sind die Überlebenschancen für den Patienten.“